Immer noch am See von Finja. Etwas übermütig beschliessen wir, den See zwar nicht zu umrunden, aber zumindest ein Stück, vielleicht die Hälfte, abzulaufen. Strahlend blauer Himmel, ordentliche Mittagshitze. Immerhin ist der See in Finja noch etwas größer als die Außenalster, geschätzt.
Verlaufen. Plötzlich sind wir mitten in einer Wohnsiedlung. Die Briefträger haben´s gut hier. Entlang dieser "Hauptstraße" hier gehen kleine Wohnwege ab. Für den ganzen Weg und alle Häuser gibt es EINE überdachte Briefkasten - Station. Ein cleveres System. Wieder mal ein Detail, daß sich die Deutschen von den Schweden abkucken können.
Ach ja, natürlich: "Nej tack till reklam" ...
Der Wanderweg führt zum Teil und zum Glück durch Wald und kühlen Schatten. Dafür fliegen einem hier, je kühler es wird desto mehr, diese lästigen kleinen Viecher im Gesicht rum und machen dabei "BWÅÅÅHH! BWÅÅÅHH! BWÅÅÅHH!"
Ein Fundstück. Dreieckige dicke Graupappe, mit Sonderfarbe Neonrot bestrichen, von Wind und Wetter gegerbt. War anscheinend irgendwo als Signalzeichen angetackert.
Zum Abendessen und dann ein bisschen Zeichnen.
Danach geht es nochmal mit dem Auto los, Richtung Perstorp. Christine will einen häufig erwähnten Badesee, der ganz in unserer Nähe sein soll, ausfindig machen.
Der Hauskater, von Enora auf den Namen "Schnurriburr" getauft.
Und wieder schwer fassbares Licht während der Sonnenuntergangszeit. Warum bleibt man eigentlich nicht einfach hier ?!
Ein See wird entdeckt, es ist allerdings nicht der gesuchte. Morgen ist auch noch ein Tag ...
Fortsetzung folgt.
Russlan am 09.08.2010 - 19:04:56
# 3089
Wittek du SAck. Herzliche Grüsse aus der Schweiz. Wenn du ne Postkarte willst, schick mir deine und Tills Adresse per MAil. Sehen wir uns am 21 bei KArl?
Wittek am 08.08.2010 - 21:29:25
# 3088
Richard Corbenesker Sonnenuntergang über der ROSA DANICA bei Perstorp. Enora vergnügt sich mit dem Hauskater, Wutt verkocht die Einkäufe aus dem ICA Supermarket.
Fahrt im Mietauto nach Hässleholm. Verglichen mit den umliegenden Siedlungen wirkt die Stadt fast metropol, ist aber hier in Hamburg im Größenverhältnis wohl am ehesten mit Pinneberg oder Norderstedt zu vergleichen.
Im KULTURHAUS gibt es eine empfehlenswerte Bücherei, dort gibt es Gelegenheit, in die aktuellen GALAGO - Ausgaben und in den Gästeblog zu schauen. Ich freue mich über Till Felix Eintrag mit dem schwedischen SPONGEBOB, verkneife es mir aber, den in der Bücherei in voller Lautstärke abzuspielen. Apropos, in der mitgenommenen Urlaubs - Literatur "Verdammnis" von Stieg Larsson wird die Stadt Hässleholm auch erwähnt. Man schmunzelt. www.qx.se/gaymap/?city=25&language=DE
Caruso, unser Haushahn. Pia warnt uns, wir sollen uns vor ihm in acht nehmen, er sei ein bisschen aggressiv.
Wittsauge. Das gäbe ein chöin kitschiges Logo für den Gästeblog ab.
Enoras Urlaubs - Outfit für den Badestrand in Finja.
Freunde amerikanischer Oldtimer werden in Schweden fündig. Solch einen IMPERIAL hier habe ich bisher noch nie gesehen. Außerdem viele, viele Motorräder, die durch die schwedischen Wälder von Perstorp brausen, ergeben eine interessante Geräuschkulisse.
Fortsetzung folgt.
Samstag, der 17. Juli 2010. Genau das richtige Datum, um der Arbeit für ein paar Tage "Ade" (nach Gemütszustand auch gern "Leck mich am Arsch") zu sagen. Dennoch müssen wir ganz früh aufstehen, denn gegen 9 Uhr morgens wollen wir die Fähre Deutschland - Dänemark mit bekommen.
In FARØ besichtigen wir eine der hässlichsten Raststätten Dänemarks. Entsprechend aggressiv ist deren Werbung. Hier werden Frikadellen noch Knastpralinen genannt.
Ruckzuck mit dem Auto durch Dänemark, hinein ins wunderbare Schweden. Kaum über der Grenze, ändert sich ruppig Flora und Fauna. Voll Science Fiction 1975. Helsingborg ist die nächstgelegene, größere Stadt in der Nähe unserer Ferienpension, von dort geht es etwa 70 Kilometer östlich nach Perstorp. Von dort ca. 8 km und wir stehen vor unserer Pension ROSA DANICA. www.tannesstuga.se/tanne/rosadanicaduits.htm
Nach ein paar Stunden Erkundung der umliegenden Seen und Wälder fühlt man sich schon am nächsten Morgen total assimiliert.
Immer geil, der erste Einkauf in einem ausländischen Supermarkt.
In unserem Fall ist es die schwedische Supermarktkette ICA, die in jedem kleineren Städtchen schon Monopolherrschaft zu pflegen scheint. Zum ersten mal sehe ich die Kuriosität SCHWEDISCHE KRABBENTORTE. www.ica.se
Was genau der FOLKETS PARK (übersetzt wahrscheinlich "Volkspark") in Perstorp ist, konnte ich nicht raus finden, aber anscheinend ist das Gebäude im funktionellen Baustil der 1960er, vielleicht auch frühe 1970er eine Art Heim oder Herberge. Ein Blick durch die geschlossenen Fenster versetzt mir einen unglaublichen Retro - Arschkick zurück in Jugendheims - Zeiten. Ob hier Ältere, Jüngere, oder "nur" profane Urlauber untergebracht sind ...?
Obwohl wir uns recht südlich in Schweden befinden, noch weit ab von SMØLAND, ist alles hier so hübsch PIPPI LANGSTRUMPF - mäßig. Die bimmelnden Bahnübergänge habe ich in Deutschland zuletzt bei Oma (Gott hab sie selig), in Voerde am Niederrhein, so genussvoll wahr genommen.